Der wöchentliche Kompass 1

Wöchentliches Momentum schaffen

Schritt für Schritt zum Ziel
  • Das Konzept
  • Ziel oder Maßnahme?
  • Zielecheckliste

Ziele definieren

Ben hat wieder eines seiner berühmten Konzepte entwickelt. Diesmal im Grundgedanken ausgehend vom ZinsesZins. Es geht in diesem Konzept darum, für ein wöchentliches Momentum zu sorgen, um seine Ziele erreichen zu können.

In den nächsten 4 Folgen geht es also um:

  1. Ziele definieren – ist es ein Ziel oder eher eine Maßnahme
  2. Die Maschine verstehen
  3. Den Kompass definieren
  4. Funneldenken

Heute starten wir damit, wie es mit den Zielen ausschaut und wie es um die Ziele bestellt ist.

Worum geht es dir genau, was ist der Hintergedanke dabei, wenn das Ziel noch zu weit weg ist und was hat es mit dem wöchentlichen Momentum auf sich?

B: Die Idee ist entstanden, weil ich Meetings geführt habe, wo eben dieses Momentum gefehlt hat.

Daraufhin habe ich mir ein Konzept überlegt, wie wir von einem Ziel genau runterbrechen können, dass wir es schaffen, wöchentliche Maßnahmen und Aktivitäten abzuleiten, so dass wir wirklich pro Woche sehen, ob wir eigentlich auf einem guten Weg sind oder ob wir etwas verändern müssen, um schnelle Lerneffekte zu erzielen.

Ziel oder Maßnahme?

Der wirkliche Anreiz dahinter ist eine Aussage von einem Klienten. Es hat sich so ähnlich abgespielt wie in der folgenden Geschichte: Vielleicht kennst du solche Situationen, wenn der Vorgesetzte ins Meeting kommt und so eine Idee in die Runde schmeißt wie: „Wir benötigen dringend einen Social Media Auftritt.“ Und du schaust den Vorgesetzten an und denkst dir: „OK, warum? Warum jetzt? Wieso ist es so dringend?“

Das Problem ist, das das kein Ziel ist. „Wir benötigen einen Social Media Auftritt“ ist kein Ziel, sondern eine Maßnahme für ein Ziel. Und für dich ist es ganz ganz wichtig, das dahinterliegende Ziel einer Maßnahme zu finden!

Das schafft man, wie so oft mit der Frage nach dem Warum. Also: „Warum benötigen wir einen Social Media Auftritt?“ Damit kommt man sehr schnell zu einer dahinterliegenden Hypothese oder Annahme – zu einer Hypothese, die der Vorgesetzte getroffen hat.

Die Hypothese könnte sein: „ Ich glaube, wenn wir einen Social Media Auftritt haben, dann bekommen wir regelmäßig Job-Anwärter“. Das ist eine Hypothese vom Vorgesetzten und kein Ziel. Wenn man dann hartnäckig bleibt und weiter fragt mit warum, dann kommt man zu einem Ziel. Hoffentlich zu einem gut definierten Ziel, das zB heißt: „Wir stellen bis Ende des Jahres 30 neue Talente ein.“

Vielleicht hat ein anderer CEO am Stammtisch zu ihm gesagt: „Wir kriegen regelmäßig Job-Anwärter über Social Media Auftritt.“ Somit ist er auf diese Maßnahme gekommen. Da ist es ganz wichtig, hartnäckig zu bleiben und wirklich das Ziel dahinter zu finden. Oft ist das vielleicht gar nicht die richtige und nicht die beste Maßnahme.

A: Da sind wir wieder bei den qualitativen Maßnahmen. Herausfinden, welchen Sinn macht eine Maßnahme, oder wie kommt man zu qualitativen Maßnahmen. Und dann erst entscheiden, welche Maßnahmen machen eigentlich Sinn. Vielleicht gäbe es auch andere Maßnahmen – oder schnellere.

B: Ganz wichtig ist immer, das große Ganze, das Ziel dahinter dahinter zu verstehen, bevor man sich mit Maßnahmen konfrontiert. Ohne Ziel kann man nur verlieren. Skeptisch betrachtet: Man erstellt sofort den gewünschten Social Media Auftritt, macht einen Content-Plan und bringt regelmäßige Postings. Schnell hat man 400 Follower beisammen und ist stolz auf die geleistete Umsetzung. Dann kommt der Vorgesetzte ins Meeting und sagt: „ So hab ich mir das aber nicht vorgestellt!“

Weil man sein Ziel gar nicht gekannt hat.

A: Man macht zB Unternehmensbranding und in Wahrheit wäre das Ziel gewesen, neue Talente anzuziehen.

Das heißt, das große Ganze verstehen, herauszoomen und einen Überblick gewinnen – um dann was zu tun?

B: Bei Happy Talents ist es auch immer wichtig, vorher das Ziel zu verstehen. Unser ganz großer Fokus ist die Entfaltung der Talente, dieser glückliche Mitarbeiter. Da kann ein Ziel sein, wir steigern die Zufriedenheit der Talente in den nächsten 30 Wochen um 10%. Dann ist das ein klares Ziel.

Zielecheckliste

Da ist es wichtig, ein paar Sachen, wie eine Checkliste zu beachten um feststellen zu können, ob es wirklich ein gutes, qualitativ hochwertiges Ziel ist.

Ein qualitativ hochwertiges Ziel muss im Unbekannten liegen. Es muss immer einen Lerneffekt haben um ein wirklich gutes Ziel zu sein. Im großen Ganzen geht es immer darum, zu wachsen und zu lernen und das schafft man nur, wenn man Sachen nicht weiß, wenn man sich im Dunkeln befindet, außerhalb der Komfortzone.

A: Man muss offen sein für Veränderungen, es braucht auch ein bisschen Mut und auch den Willen, die Herausforderung auch anzunehmen.

zeitgebunden

B: Also ein Ziel sollte verschiedenste Elemente haben. Wenn ein Ziel nicht zeitgebunden ist, schiebt man es einfach wieder ein halbes Jahr hinaus. Aber da entgeht einem dieser wesentliche, wichtige Lerneffekt. Dieser agile Ansatz, Scrum zB. Der Kern dahinter ist es, schnell zu lernen. Wenn man die Theorie in die Praxis schnell umsetzt und immer wieder schnell lernt, dann wächst man extrem schnell – persönlich aber auch das Unternehmen.

spezifisch

Eine zweite wichtige Eigenschaft ist, dass ein Ziel sehr spezifisch ist. Wenn ein Ziel zahlengebunden ist, ist es immer klar messbar. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, weiß man, ob man das Ziel erreicht hat. Es gibt kein dazwischen, ein bisschen ja oder ein bisschen nein. Ich bin ein Befürworter von Einfachheit – entweder Ja oder Nein. Habe ich das Ziel erreicht? Ja – was war gut? Nein – was war nicht so gut? Was könnte man verbessern?

A: Aber 80% ist immerhin ein klarer Messwert.

B: Ja, 80% wäre ein klarer Messwert. Mir ist lieber Ja oder Nein.

Aber 80% ist schon ein klarer Messwert – aber ist halt nicht erreicht (lacht).

risikobereit

Das dritte ist, wie wir schon gesagt haben. Man muss ein bisschen risikobereit sein. Sich außerhalb seiner Komfortzone bewegen. Das Ziel muss schon gestreckt sein, so dass man wirklich experimentieren muss, was ist der richtige Weg. Man weiß nicht die gerade Linie zum Ziel. Es ist oft eine Kurve. Man muss finden, dass man nicht in der Abwärtskurve ist sondern in der Aufwärtskurve. Deshalb muss ein Ziel auch immer ein bisschen außerhalb der Komfortzone sein.

Das hat den Vorteil, dass es dadurch für viele auch sehr spannend ist.

aktionsgebunden

Der letzte Punkt ist, ein Ziel muss immer aktionsgebunden sein. Es muss eine Aktion sein, eine Wertsteigerung. zB wir steigern die Zufriedeheit oder wir stellen ein. Es muss immer ein Verb enthalten.

A: Damit haben wir heute geklärt, wie man das Ziel definiert um auf ein wöchentliches Momentum hinzusteuern. In der nächsten Folge geht es darum, dass unsere Maschine eine ist, die die Zufriedenheit der Leute steigert. Im Allgemeinen geht es darum, die Maschine zu verstehen.

B: Es geht darum, ein Ziel hat immer eine Maschine.

A: Was Ben unter Maschine versteht, hörst du in der nächsten Folge!

Mache jetzt den Culture Check und lass uns zusammen transparent mit deinen Talenten kommunizieren!

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