Go with the Flow!

Stärken von Mitarbeitern erkennen und fördern!

Menschen im Flow sind glücklicher und zu Großem fähig!
  • 365 Tage der offenen Tür 
  • Raum für Stärken öffnen 
  • Eigenverantwortlich glücklich werden
  • Methoden von Happy Talents

B: Grundsätzlich suchen Unternehmen ständig neue Mitarbeiter. In unseren Interviews mit Personalverantwortlichen und Geschäftsführern hat sich ergeben: es wird nicht mehr eine konkrete Position ausgeschrieben, sondern es ist wie ein Tag der offenen Tür. 365 Tage sind neue Mitarbeiter willkommen.

Auch unsere Interviews mit Talenten waren spannend. Wir haben herausgefunden, dass Talente oft viel mehr bieten könnten, viel mehr abdecken könnten, ihre Stärken viel besser verwirklichen könnten, wenn sie richtig eingesetzt würden.

A: In Unternehmen ist es in der Regel so, dass grundsätzlich gute Mitarbeiter und starke Talente vorhanden sind. Dafür sind alleine schon die Bewerbungsprozesse viel zu ausgeklügelt, an den Schlüsselstellen sitzen perfekt ausgebildete Menschen, die auch noch ein Gefühl haben für die Menschen und die Bedürfnisse des Unternehmens. Personalverantwortliche wissen, wen und was sie suchen, was sie brauchen und stellen ja gute Leute ein.

Außerdem leben wir in einer Wissensgesellschaft. Wissen ist im Überfluss vorhanden. Maturanten schon haben ein irres Wissen – auf das Niveau von Allgemeinbildung kommt man wahrscheinlich nie wieder im Leben. Erst recht nach dem Studium ist noch spezifischeres und fundierteres Fachwissen vorhanden. Also die Menschen in unserer Gesellschaft sind bestens ausgebildet. Sie bringen Wissen mit, Ende nie. 

Also sind die sogenannten Hard Skills gegeben. Das heißt, man hat ein Unternehmen voller bestens ausgebildeter Menschen mit starken Talenten. Dann ist die Kunst, herauszufinden, wo liegen die Grundstärken, also die Grundfähigkeiten, die einem Menschen am leichtesten fallen. Das ist auch für jeden Mitarbeiter, also für jeden Menschen, selbst essentiell: “Wo und wie bringe ich mein Wissen, dass ich mir erworben habe, meine Talente, bestmöglich (Anm.: also möglichst effizient und effektiv, aber auch so, dass ich nicht unnötig viel Energie aufwenden muss und gleichzeitig möglichst oft in den Flow komme und im besten Fall noch Spaß dabei habe) ein?”

Wenn ich uns beide als Beispiel hernehme: du bist ein sehr strukturierter Mensch. Dir fällt es wahnsinnig leicht, Strukturen zu bilden und zu leben. Mir hingegen fällt es leicht, diese Strukturen in meiner Kreativität im Chaos zu füllen und ihnen Inhalte und Content zu geben. Du gibst Strukturen vor und meine Stärke ist eine ganz andere. Mir fällt es sehr schwer, Strukturen zu bilden. Das könnte ich vielleicht, aber es bräuchte sehr viel Energie. Das heißt, Menschen tun sich mit manchem einfach leichter und mit manchem einfach schwerer – ohne das zu bewerten. 

Deshalb ist es so wichtig, in einem UN auch die Möglichkeit zu bieten, sich in die Richtung zu entfalten, wo man sich leichter tut, da fällt es dann auch leichter, in den Flow zu kommen und sich möglichst effektiv zu einzubringen. 

Andererseits ist es auch wichtig, sich verändern zu dürfen. Im Laufe des Lebens erwirbt man neue Fähigkeiten, baut neues Wissen und Erfahrungen auf, es verändert sich etwas. Da macht es Sinn, als Unternehmen auch offen zu sein und zu sagen: “OK, in die Richtung kann es gehen und da geb ich einem Mitarbeiter auch die Möglichkeit, seine Stärken noch zusätzlich einsetzen und ausbauen zu können”.

B: Muss der Unternehmer da nicht Angst haben, dass ihm die Talente nach der Reihe abhauen, weil sich jeder eine andere Rolle findet oder einen anderen Job sucht?

A: Das wäre natürlich sehr schwer kontraproduktiv (lacht).

Nein, uns geht’s drum, dass wir im UN die Möglichkeiten aufzeigen und entwickeln helfen, wohin sich die Talente entwickeln können. Wir sind behilflich, den Raum zu öffnen, dass sich die Talente auch wirklich glücklich entfalten können. Dass sie gesehen und gehört werden in ihren Stärken und Bedürfnissen und dass man auch da hin schaut, wie kann man sie noch besser adressieren.

B: Also kann man sich das so vorstellen: Das Talent leistet schon sehr gute Arbeit. Und dann setzt man durch die Nutzung seiner Stärken noch eins drauf? Also bei mir zB mit meinen Strukturen: Ich sag mal, normal liefer ich 90% und wenn ich mich mit meinen Strukturen entfalten kann, liefere ich plötzlich 110%?

A: Genau so. Wenn man von dir jetzt verlangen würde, du musst dich in einem kreativen Chaos entfalten, dann wirst du dich wahrscheinlich eher schwer tun.

B: 70% …. 60% …

A: Ich merke schon, da wirst du eher nervös. Das bindet wahrscheinlich sehr viel Energie, die du viel besser woanders einsetzt, wenn man dir deine Strukturen lässt.

B: Wie genau schaut das für Führungskräfte und Personalverantwortliche aus? Bei einer gewissen Anzahl von Mitarbeitern ist das ja unmöglich, jedes Talent bei der Hand zu nehmen und zu sagen: entfalte dich, wie ein Schmetterling. Das ist ja nicht undenkbar, weil die Kapazitäten gar nicht ausreichen, auf jedem Talent draufzusitzen wie eine Henne.

A: Deswegen geht’s auch darum gar nicht. Es geht natürlich immer um Eigenverantwortung. Wie gesagt, man stellt ja gute Leute ein, die haben Wissen und Fähigkeiten und sind auch fähig, Eigenverantwortung zu übernehmen, wenn sie dürfen und wenn sie den Raum haben, zu sagen: „Das sind meine Ideen, meine Meinung und ich kann über den Tellerrand hinaus schauen und meine Stärken auch über den Tellerrand hinaus einsetzen. Und auch weiterentwickeln.“

Es können ganz große Dinge entstehen, wenn man auch anerkennt und wertschätzt, was Mitarbeiter zu leisten im Stande sind.

B: Das heißt, mit Bewusstmachung ist es dann schon erledigt?

A: Bewusstmachung ist ein ganz wichtiger erster Schritt, wo man sowohl den Führungskräften als auch den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, zu erkennen, wo die Potentiale liegen.

Es gibt ja ganz unterschiedliche Persönlichkeitstypen. ZB Spezialisten und Promoter: Spezialisten entfalten sich in ihrem Spezialgebiet am besten, wenn sie viel Zeit dafür haben, die wollen sich aber nicht mit Promotion auseinandersetzen und nicht zB Fotos machen und Content erstellen.

B: Ich vergleich’s mal mit dir und mir: Du bist total kommunikativ und der Promoter von Happy Talents und ich bin am liebsten bei meinem Whiteboard und möchte am liebsten 3 Stunden nur Prozesse und Workflows aufzeichnen. Kann man das so sagen?

A: Das kann man zwar so sagen, aber es ist ja grundsätzlich so, dass du das Promoten auch kannst. Es fällt dir nur nicht so leicht und du machst es nicht so gern. Aber du kannst es auch. Aber ein wirklicher Promoter ist einer, der das gerne macht. Der sich auch gerne vor die Kamera stellt.

B: Also einer, den das keine Energie kostet.

A: Den würde es mehr Energie kosten, wenn er es nicht tun darf. Wenn er sich stundenlang fokussiert rein nur auf eine Sache konzentrieren und zB Strukturen oder Prozesse erdenken müsste.

B: Und wie genau soll jetzt der Personalverantwortliche erkennen, wer genau ein Promoter und wer ein Spezialist ist? Und wie soll er die Stärken erkennen?

A:  Happy Talents arbeitet hauptsächlich mit Feedbackloops, Checks und Challenges: Was ist den Menschen wichtig, was ist den Mitarbeitern wichtig, was wollen sie gern verändert haben, was möchten sie gerne selbst verändern. Wo wollen sie sich einbringen, wo möchten sie sich weniger einbringen?

Uns geht es darum, diesen Raum im Unternehmen spielerisch und mit Leichtigkeit zu öffnen, damit sich die Mitarbeiter noch besser und leichter entfalten und mitteilen können. Damit unterstützen wir auch Personalverantwortliche dabei zu erkennen: „Wo kann ich am besten mit Maßnahmen ansetzen, wie kann ich qualitative Maßnahmen, die bedarfsorientiert sind, wirklich da ansetzen, wo sie gebraucht werden?“

B: Das ist auch einer der ersten und wesentlichen Punkte am Happy Talents Wasserrad, das ich in der 2. Folge des Happy Talents Podcast bereits vorgestellt habe. Qualitative Maßnahmen sind so wesentlich, um die Unternehmenskultur zu stärken und glückliche Talente zu produzieren. Das wird auch nochmal Thema der nächsten Folge werden!

A: Super, dann reden wir also das nächste Mal über qualitative Maßnahmen! Danke für’s Zuhören und bis zum nächsten Mal!

Mache jetzt den Culture Check und lass uns gemeinsam transparent mit deinen Talenten kommunizieren.

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