Happy Talents Wasserrad

Das Happy Talents Wasserrad

Bevor man sich mit Taktiken beschäftigt, sollte man das System dahinter verstehen.
  • Qualitative Maßnahmen
  • Happy Promoters
  • Wertschätzende Storyelemente
  • Leidenschaftliche Talente

Bevor man sich mit Taktiken beschäftigt, soll man das System dahinter verstehen. Das Happy Talents Wasserrad kann unter anderem hilfreich sein, wenn man das Kununu Ranking zum Thema Kommunikation verbessern möchte.

Das Happy Talents Wasserrad

Ben: Das Happy Talents Wasserrad ist angelehnt an das Flywheel, also das Windrad von Jim Collins. Ich verstehe es besser unter Wasserrad. Ich stelle mir einen Durchfluss, also einen Fluss vor. Wenn der Fluss schneller fließt, dreht sich das Rad mehr und es werden mehr glückliche Talente generiert. Das Happy Talents Wasserrad besagt, bevor man sich mit Challenges, 360° Feedback oder Taktiken beschäftigt, sollte man immer erst mal verstehen, warum man das Ganze eigentlich macht und was so wichtig daran ist.

Das Wasserradmodell besagt, wenn man an den richtigen Schrauben dreht, dann soll es irgendetwas auslösen. Dann soll etwas passieren. 

4 Elemente des Happy Talents Wasserrads

Das Happy Talents Wasserrad besteht aus 4 wesentlichen Elementen:

  1. Qualitative Maßnahmen
  2. Happy Promoters, die jedes Unternehmen braucht. Je mehr Promoters, umso stärker tritt die Firma nach außen auf
  3. Wertschätzende Storyelemente, die von Happy Promoters geschrieben werden, die das UN nach außen repräsentieren und auch neue Talente erreichen
  4. Leidenschaftliche Talente, die angezogen werden, weil dieselben Werte nach außen repräsentiert werden. Weil sie sich von den Werten angesprochen fühlen. 

Nur wenn alle 4 Elemente fließen, kann das Wasser fließen und das Wasserrad sich drehen.

Wenn eines der 4 Elemente blockiert, sollte man sich erst einmal dieser einen Schraube widmen, bevor man Feedback einholt oder sich Challenges oder ähnliches überlegt.

Qualitative Maßnahmen

Andrea: Warum sind die qualitativen Maßnahmen der erste Schritt und nicht die Feedbacks?

B: Man beginnt schon mit Feedback, aber Feedbacks alleine sind kein guter Messwert. Feedback sagt alleine noch nichts über das gesamte Unternehmen aus. Es kann sein, dass Talente Feedback geben und es passiert aber nichts. 

Für kurzfristiges Feedback reichen oft extrinsische Elemente, wie zB ein Punktesystem oder Gutscheine. Wenn es immer wieder Feedback gibt und es passiert dann nichts, dann reichen die extrinsischen Elemente nicht mehr aus und das Feedback wird immer weniger werden und schließlich zu null gehen.

Das Investment, das das Talent durch Feedback gibt, muss einen Effekt haben. Deswegen ist es wichtig, sich qualitative Messwerte anzuschauen und das wären die Maßnahmen. Ein Talent, das Feedback gibt, wünscht sich eine bessere Zukunft im Unternehmen und das ist ein Investment. Es wünscht sich, dass etwas besser wird zB der Status soll sich erhöhen, oder die Performance verbessern.

Die Maßnahmen, die durch die Unternehmensführung, die Firma oder die Manager, vom Feedback abgeleitet werden, die sind relevant, um diese bessere Zukunft zu ermöglichen.

Deswegen sollte man immer den Fokus auf diese abgeleiteten Maßnahmen legen; das Feedback allein ist nur ein kleiner Teil.

Happy Promoters

Andrea: Das heißt Maßnahmen für eine bessere Zukunft führen zu intrinsischer Motivation. Wozu braucht man die? Was ist der nächste Schritt nach den qualitativen Maßnahmen?

Ben: Wenn die richtigen Maßnahmen gesetzt werden, um diese bessere Zukunft zu ermöglichen, schafft es Vertrauen. Deswegen ist der nächste Schritt dann, Happy Promoters zu erzeugen. Wenn Vertrauen vorhanden ist, setzen sich die Leute viel mehr ein für das Unternehmen. Sowohl im als auch außerhalb des Unternehmen.

Ich vergleiche das gerne mit einem iphone Liebhaber. Die haben so ein Vertrauen in ihr iphone. Wenn man einen iphone-Liebhaber kritisiert, geht der sofort in Konfrontation und man hat keine Chance, irgendwie daran zu rütteln, weil der ein Happy Promoter für sein iphone ist.

Genau das wollen wir auch für Unternehmen. Jedes Unternehmen sollte solche Happy Promoters haben, die dafür einstehen, die durch dick und dünn gehen fürs Unternehmen. Und diese Happy Promoters bekommt man nur, wenn man Vertrauen in der Firma hat und dieses Vertrauen auch entwickelt.

Wertschätzende Storyelemente

Andrea: Diese Promoters produzieren dann auch die wertschätzenden Storyelemente?

Ben: Es geht darum, dass die Firma, um neue Talente anzuziehen, aber auch um intern die Community zu stärken und eine Zusammengehörigkeit zu erzeugen, transparent kommuniziert.

Storyelemente können Feedbacks, Maßnahmen, neue Mitarbeiter, strategische Ziele oder ähnliches sein. Jedes Storyelement vermittelt einen bestimmten Wert. Diese Werte des Unternehmens trägt man nach außen und je mehr Promoter und Storyelemente desto mehr Werte und Wertschätzung trägt man nach außen und das zieht dann Talente an, die sich wirklich wirklich wohl fühlen und die dann sagen: “Hey, ich vertrete genau die gleichen Werte, ich möchte mir das Unternehmen mal anschauen.

Gleichzeitig hält das die Talente intern viel mehr zusammen. So könnten Talente im Unternehmen sagen: “Ich denke gar nicht daran, das Unternehmen zu verlassen, weil ich fühle mich in diesem Werteraum so aufgehoben, dass ich mich richtig gut fühle.” Und das sind diese Storyelemente, die wir mit der Happy News nach innen projizieren und mit Social Media Strategie auch nach außen projizieren.

Andrea: Kannst du das für’s bessere Verständnis auch auf das iphone Beispiel ummünzen? Es wird also jeder seine Aspekte über das iphone, in unserem Fall über das Unternehmen, erzählen. Wahrscheinlich sieht ja jeder das iphone, oder Unternehmen, ein bisschen anders und kommuniziert dann das, was ihm wichtig ist, oder auffällt, nach außen.

Ben: Wenn zB unter Jugendlichen jemand ein Handy in der Hand hat, das er uncool findet, wird er sich nicht damit fotografieren lassen wollen. Wenn derjenige aber ein iphone in der Hand hält, wird er sich gerne damit fotografieren lassen. Viele Menschen sind stolz auf ihr iphone, sie zeigen es her, sie repräsentieren das iphone. Und genau so ist es mit Unternehmen. Wenn man sich im Unternehmen wohlfühlt, wenn die Werte passen, dann ist man stolz darauf, diese Firma nach außen zu repräsentieren.

Ober sticht Unter

Andrea: Damit sind wir bei den Werten. Die Werte sind ein ganz wichtiges Element in einem Unternehmen. Du sagst immer, Investoren oder auch Kunden kaufen nicht nur das Produkt, sondern auch das, was dahintersteht. Das sind eben die Werte, das Unternehmen an sich, die Mitarbeiter, die Führung, alles was dazu gehört.

Ben: Ich habe vor ein paar Wochen mit Marius von Hotelkit gesprochen. Er hat einen riesen Deal abgeschlossen mit der Hotelkette Radisson und selbst die, die sehr überzeugt waren von dem Produkt von Hotelkit, haben gesagt, sie wollen Marius und sein Team persönlich kennenlernen. Investoren investieren in das Produkt und in das Service. Aber sie investieren zeitgleich auch in das, was dahinter steckt. Und das ist immer das Team. Und da findet man die Werte wieder.

Wenn man zB am Wochenenede einen Babysitter braucht. Und man hat die Wahl zwischen seiner Schwester oder seinem Bruder – der sagen wir mal durchschnittlich geeignet ist um aufzupassen, ich habe keinen Bruder, deswegen sage ich, der Bruder ist durchschnittlich geeignet (lacht) – und man geht in ein Babysitterportal, wo man einen Babysitter sieht mit super Qualifikationen, langjähriger Erfahrung und der richtig gut passt, würde man sich trotzdem für den Bruder oder die Schwester entscheiden. Weil Vertrauen und die Werte, die Community, die einen zusammenhält, immer wichtiger ist, als das Äußere, das aus Erfahrung und Qualifikation besteht.

Genau so wirken die Werte. Die Werte bilden eine Community, genau so, wie wir in der Familie eine Community haben. Das ist der Ober und der Ober sticht immer den Unter.

Leidenschaftliche Talente

Andrea: Und diese Community besteht dann im besten Fall aus leidenschaftlichen Talenten.

Ben: Genau und das sollte das Happy Talents Wasserrad, das System produzieren, wenn man zu jeder Zeit an der richtigen Schraube dreht, so dass sich alles einwandfrei bewegen lässt. Dann kann man gar nicht aus und Happy Talents produziert glückliche Talente.

Andrea: Im besten Fall nähren sich also alle Elemente gegenseitig und das Rad kommt gut in Schwung und läuft immer weiter und immer schneller. Und produziert immer schneller immer glücklichere Talente. In einer perfekten Welt, zu der wir hoffentlich auch in Zukunft beitragen dürfen!

Und wenn du jetzt neugierig geworden bist, wie sich das Wasserrad auf dein Unternehmen auswirken könnte, mach gleich den Culture Check!

 

Mache jetzt den Culture Check und lass uns gemeinsam transparent mit deinen Talenten kommunizieren.

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